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Schutz der persönlichen Integrität am Arbeitsplatz

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Gewalt

Wenn am Arbeitsplatz Gewalt angewendet wird, ist immer eine hohe Eskalationsstufe erreicht. Gewaltanwendung stellt immer eine schwere Pflichtverletzung dar. Fürsorgepflicht bedeutet aber auch, dass nach den Ursachen der Gewalteskalation gefragt wird. Risikomanagement und Security ergreifen meist die ersten Sofortmassnahmen. Ev. muss die Polizei eingeschaltet werden. Arbeitgeberseite bzw. HR-Verantwortliche und Führungspersonen sollten zudem - zum Schutz der direkt Betroffenen und Beteiligten, weiterer potenziell gefährdeter Personen - nach den Gründen für den Gewaltausbruch forschen. Dies, bevor sanktionierende Massnahmen wie z.B. fristlose Entlassung ausgesprochen wird.

Die Erfahrung rund um Integritätsverletzungen bei der Arbeit zeigt, dass sich bedrängte Mitarbeitende in einer Zwangslage und zunehmend in einer Art "Dampfkochtopf" befinden. Aber das Ventil funktioniert nicht. Folge davon können Handgreiflichkeiten, innerer Rückzug, Spannungen im Team, Erkrankung, wild um sich schlagen, Whistleblowing oder sogar Amokläufe sein. 

Risikomanagement

Gewalteskalationen gehören zum klassischen Terrain von Sicherheitsverantwortlichen und Riskmanagement. Es steht Schutz von Leben und körperlicher Integrität im Zentrum. Knowhow und Meldewege können auch für Schutzmassnahmen bei Mobbing, Belästigung oder Whistleblowing angewendet werden.

Gesetze und weitere Informationen

  • Art. 6 Arbeitsgesetz ArG
  • Art. 4 und 5 Gleichstellungsgesetz GlG
  • Art. 321 und 328 Obligationenrecht OR Arbeitnehmer- und Arbeitgeberpflichten
  • Strafgesetzbuch StGB
  • Datenschutzgesetz DSG