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Schutz der persönlichen Integrität am Arbeitsplatz

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Konflikte mit Abhängigen

Wir sprechen hier den Arbeitsplatz Schule, Lehre, Spital, Alters- und Pflegeheim sowie Institutionen, die beeinträchtigte Menschen betreuen, als besondere Organisationen an. Konflikte mit Kindern, Jugendlichen, lernenden, beeinträchtigten, kranken und alten Menschen wirken sich ganz unterschiedlich auf die Organisationen aus. Gemeinsam ist diesen Arbeitsplätzen, dass ihre Schülerinnen und Schülerin, Bewohnerinnen, Praktikanten, Kinder nicht (voll) handlungsfähig, in erhöhtem Mass schutzbedürftig und abhängig sind. Gemeinsam ist auch, dass das Personal Anspruch auf Schutz der Persönlichkeit hat. Arbeitsgebende sind für Einhaltung des Gesundheitsschutzes und der Fürsorgepflicht verantwortlich.

Häufig verletzen diese (manchmal auch) urteilsunfähigen Personen die persönlichen Grenzen von anderen Abhängigen oder des Personals. Lernende gehören im Lehrbetrieb, in der Berufsschule und im Umgang untereinander zur höchst gefährdeten Altersgruppe. In Schulen ist Mobbing unter den Kindern sehr verbreitet. In Heimen und Spitälern verletzen übergriffige oder gewalttätige Patienten die Integrität der Pflegenden oder Mutbewohnenden und umgekehrt.

Wer ist betroffen?

Betroffene Branchen und MA-Gruppen

Studien zu sexueller Belästigung am Arbeitsplatz zeigen, dass Gesundheitswesen und Gastronomie die Branchen mit einer höheren Betroffenheit darstellen. Mobbing ist im Bildungssektor am stärksten verbreitet. Dabei sind Lernende, Jugendliche und Arbeitnehmerinnen in prekären Arbeitsverhältnissen (ohne Ausbildung, ohne Arbeits- oder Aufenthaltsbewilligung, auf Abruf etc.) die am stärksten betroffene Gruppe.

Gesetze und weitere Informationen

  • Art. 6 Arbeitsgesetz ArG
  • Art. 4 und 5 Gleichstellungsgesetz GlG
  • Art. 328 Obligationenrecht OR