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Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz

Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz stellt ein Verhalten mit sexuellem Bezug dar, das von der betroffenen Person unerwünscht ist und diese in ihrer Würde verletzt. Sexuelle Belästigung kann sich am Arbeitsplatz ereignen oder bei Anlässen im betrieblichen Umfeld. Sie kann von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen ausgehen, von Vorgesetzten, von Angehörigen von Partnerbetrieben, von Lieferanten oder von Kunden – und wirkt sich negativ auf die Arbeit der Betroffenen aus.

Sexuelle Belästigung wird mit Worten, Gesten oder Taten ausgeübt, beispielsweise durch

  • anzügliche und zweideutige Bemerkungen
  • sexistische Bemerkungen und Witze über sexuelle Merkmale (z.B. über die Figur oder bestimmte Körperteile) oder geschlechtliche Orientierung
  • Versenden, Aufhängen oder Zeigen von pornografischem Material
  • unerwünschte Körperkontakte
  • Annäherungsversuche mit Versprechen von Vorteilen oder Androhen von Nachteilen
  • sexuelle Übergriffe, Nötigung oder Vergewaltigung.

Nicht die Absicht der belästigenden Person ist ausschlaggebend bei der Beurteilung, ob es sich um sexuelle Belästigung handelt, sondern wie ihr Verhalten bei der betroffenen Person ankommt: Wird es als erwünscht oder unerwünscht empfunden?

Betroffene Branchen

Studien zeigen, dass Mitarbeitende im Gesundheitswesen und in der Gastronomie am meisten von sexueller Belästigung am Arbeitsplatz betroffen sind. Mobbing ist im Bildungssektor am stärksten verbreitet. Dabei sind Lernende, Jugendliche und Arbeitnehmerinnen in prekären Arbeitsverhältnissen (ohne Ausbildung, ohne Arbeits- oder Aufenthaltsbewilligung, auf Abruf etc.) die am stärksten betroffene Gruppe.

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